Automotive Transferprojekt

Werkzeugtransfer und Prozessoptimierung in der automobilen Serienproduktion

Einer unserer bestehenden Partner kontaktierte uns aufgrund von Qualitätsproblemen und der Nichterfüllung von OEM-Anforderungen mit der Anfrage nach einem kurzfristigen (ASAP) Transfer eines laufenden automobilen Serienproduktionsprojekts.

ZIEL:

Reibungslose Übernahme eines laufenden Projekts sowie Aufbau eines stabilen, fehlerfreien und OEM-konformen Spritzguss-Serienprozesses für einen bestehenden Kunden.

Projektparameter

360.000 Stk./Jahr

Produktionsvolumen

PA46

Rohmaterial

4-fach

Werkzeugauslegung

150 t

Spritzgießmaschine

100%

QR-Code-Lesbarkeitsprüfung

IATF

Automobilkonformität

Herausforderungen

Während des Transfers mussten drei kritische Bereiche innerhalb kürzester Zeit stabilisiert werden.

QR-Code-Lesbarkeit

  • OEM-seitig abgelehnte, unlesbare Markierungen

  • Unzureichende Markierungsqualität beim vorherigen Lieferanten

  • Wiederkehrende Qualitätsmeldungen in der Serie

Oberflächenfehler

  • Deutlich sichtbarer Oberflächenfehler (ca. 3 × 3 cm) am Spritzgussteil

  • Instabile visuelle Qualität mit daraus resultierenden Reklamationen

  • Vermutete Ursache: unzureichende Rohmaterialvorbereitung

Dokumentationsdefizite

  • Werkzeugübernahme mit unvollständiger Dokumentation

  • Serienproduktionsparameter mussten neu definiert werden

  • Stabile, reproduzierbare Einstellungen waren innerhalb kurzer Zeit erforderlich

Diese Herausforderungen wurden durch ingenieurtechnische Analyse, Prozessoptimierung sowie 100%ige Prüfung nachhaltig gelöst.

Lösung von Mitter

01 Technologische Neuparametrierung

  • Integration des Werkzeugs in die Netstal-150-t-Umgebung

  • Auslegung serienfertigungstauglicher Prozesseinstellungen

  • Festlegung kritischer Prozessparameter und Prüfpunkte

02 QR-Code-Kennzeichnung und Hilfsvorrichtung

  • Einführung neuer Laserkennzeichnungsparameter

  • Entwicklung einer Positionier-Hilfsvorrichtung

  • Einführung einer 100%igen maschinellen Lesbarkeitsprüfung

03 Trocknungsprotokoll und Feuchtigkeitskontrolle

  • Integration eines Wittmann-Trockners

  • Standardtrocknung: 4 Stunden bei 120 °C

  • Stabilisierung des Feuchtigkeitsgehalts auf < 0,02 %

Beseitigung des Oberflächenfehlers – Vorher / Nachher

Durch das neue Trocknungsprotokoll und die Prozessstabilisierung wurde die Fleckenbildung vollständig beseitigt und eine homogene Oberfläche erreicht.

Vorher: Oberflächenflecken in der Serienproduktion
Nachher: Homogene Oberfläche

Kundenfeedback

„Sehr gutes Ergebnis. Der QR-Code ist deutlich klarer, und die Oberfläche der Bauteile ist wesentlich homogener als beim vorherigen Lieferanten.“

— Tier-1 partner, OEM audit

Produktionstransfer geplant? Lassen Sie uns die technischen Details abstimmen.